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SUZUKI CUP EUROPE
 

Saisonfinale im SUZUKI Cup EUROPE zum letzten Mal in Brünn??

 

Automotodrom soll Baugründen weichen, Tim Gabor (H) steht als Meister fest / SUZUKI Cup Wertung der Österreicher aber noch offen, Kandidaten dafür sind Christoph u. Max Zellhofer, Max Wimmer und möglicherweise Fabian Ohrfandl.

Fotos: Suzuki Team Austria

Folgt man den Gerüchten, dann könnte es sein, dass diese traditionelle Rennstrecke in Brünn in Kürze bald zusperren muss. Es geht, wie könnte es anders sein, um das liebe Geld. Statt Moto GP und diverseste Autorennen sollen Bagger und Baumaschinen das Kommando übernehmen und dafür sorgen, dass aus dieser attraktiven und sehr beliebten 5,4 Kilometer langen Rennstrecke die 1987 eröffnet wurde, eine riesige Baulandschaft entsteht, aus der die Besitzer mehr Profit herausschlagen können als mit einer Rennstrecke. Dem gegenüber weist die Verantwortliche der Rennstrecke, Ivana Ulmanova diese Gerüchte zurück und meinte, das Automotodrom wird heuer seinen Betrieb nicht einstellen und plant bereits jetzt für die Saison 2022.


Philipp Dietrich

Man kann nur hoffen, dass diese Traditionsrennstrecke dem Motorsport erhalten bleibt, auch der SUZUKI Cup EUROPE war in den letzten Jahren immer zu Gast in unserem Nachbarland. So ist das auch heuer, wo man den Saisonabschluss vom 3. bis 5. September mit zwei Rennen bestreiten wird.

Rein sportlich ist eine Entscheidung im SUZUKI Cup EUROPE bereits vor wenigen Wochen auf dem Slovakiaring gefallen. Der 30-jährige Gabor Tim konnte sich so wie im Vorjahr neuerlich den Titel holen und gilt so auch heuer, schon vorzeitig als Sieger des FIA Swift Cup Europe Champion 2021.

Offen hingegen ist noch die Entscheidung wer SUZUKI Cup Meister 2021 bei den Österreichern wird. Noch sind die beiden Rennen in Brno zu fahren. Dann wird Bilanz gezogen. Das Reglement sieht vor, dass die Teilnehmer die beiden schlechtesten Renn-Ergebnisse streichen können. Ausgenommen davon sind aber Veranstaltungen bei denen die Teilnehmer weder die administrative, noch die technische Abnahme passiert haben, oder wo der Fahrer von der Rennleitung disqualifiziert wurde. Derzeit führt vor dem Saisonfinale in Brno der Niederösterreicher Christoph Zellhofer mit 174 Punkten vor dem Wiener Max Wimmer mit 166 Punkten, Dritter ist Martin Zellhofer mit 165 Punkten. Dann folgt auf Platz Vier der Niederösterreicher Fabian Ohrfandl, der als Doppelsieger vom Slovakiaring mit 155 Punkten jeweils Brutto, zu Buche steht. Philipp Dietrich (NÖ) weist 131 Bruttopunkte auf. Nach den Rennen in Brno werden die beiden schlechtesten Ergebnisse von jedem Fahrer unter der Berücksichtigung des vorher Erwähnten, in Abzug gebracht und so der Sieger gekürt.


Gottfried Cepin

Fehlen werden diesmal die beiden Tiroler Mag. Michael Mayr und dessen Sohn Maximilian Mayr. Die Beiden haben aber an diesem Wochenende einen triftigen Grund in Tirol zu bleiben. Die heimliche und sehr charmante Teamchefin des Autohauses Autopark, hat Geburtstag. Sonja Mayr, normalerweise bei allen Rennen vor Ort, feiert einen runden Geburtstag, Grund genug um mit der ganzen Familie, also auch mit den Töchtern Valentina und Viktoria gemeinsam in Tirol zu feiern. Die heimische SUZUKI Familie schließt sich mit besten Glückwünschen an.

Diesmal werden in Tschechien mit Veit König und Ken Milde zwei deutsche, sehr erfahrene Routiniers am Start sein. Damit besteht die heimische Abordnung aus insgesamt neun Aktiven. Gemeinsam mit den Ungarn und Polen werden so ca. 25 Fahrer beim Saisonabschluss dabei sein.

Was haben sich die heimischen Vertreter für das Saisonfinale in Brno vorgenommen:

Fabian Ohrfandl:“ Für Brünn nehme ich mir eigentlich nichts Besonderes vor. Ich bin glücklich, dass ich am Slovakiaring durch meinen Doppelsieg einmal die Trendwende geschafft habe. Ich bin in der Meisterschaft durch die vielen Ausfälle eigentlich von den Plätzen Zwei und Drei schon ziemlich weit abgeschlagen. Doch nichts ist unmöglich. Ich mag diese Strecke sehr, ich werde hoffentlich den Aufwärtstrend weiter fortsetzen, am Ende erst werden die Punkte zusammengezählt.“


Fabian Ohrfandl - nach dem Slovakiaring zeigt Bild den Wunschtraum auch für Brno

Ken Milde (D):“ Ich bin schon seit über 20 Jahren mit dem Motorsport verbandelt und bin im Rallye Masters, in der Rallye Challenge und auch im SUZUKI Rallye Cup in Deutschland im Einsatz gewesen. Bisher bin ich bereits 126 Rallyes gefahren, vorher war ich im Kartsport und auch auf der Rundstrecke unterwegs. Als offizieller SUZUKI Händler in Berlin möchte ich einmal meine österreichischen Kollegen auf der Rundstrecke gemeinsam mit meinem Freund Veit König kennenlernen,“ erklärte der 59-jährige Deutsche.

Veit König (D):“ Nach einer kleinen Pause, medizinisch bedingt, feire ich jetzt in Tschechien ein Comeback. Dies bei einem Rundstrecken-Rennen, weil die von der Länge her nicht so intensiv sind, wie Rallyeveranstaltungen. Nach dem Motto „wer rastet der rostet“ möchte ich diesem Spruch widersprechen, daher mein Antreten in Brünn. Ich will an diesem Wochenende einfach Spaß haben, die alten SUZUKI Cup Teilnehmer wieder sehen, außerdem wird auch mein Freund Ken Milde nach Brünn kommen,“ erklärte der 57-jährige ehemalige Autohändler, der in Österreich kein Unbekannter ist. Er war in seiner bisherigen Laufbahn schon bei rund 90 Rallyes im Einsatz, davon hat er rund die Hälfte in Österreich bestritten. Außerdem war er lange Jahre im heimischen SUZUKI Cup unterwegs.

Max Zellhofer:“ Ich wünsche mir für Brünn einen schönen Saisonabschluss mit zwei etwas ruhigeren Rennen als zuletzt. Dem neuen und gleichzeitig alten Meister Gabor Tim muss man einfach gratulieren. Er war der konstanteste Fahrer die ganze Saison über, ist immer ins Ziel gekommen und hat daher auch fleißig Punkte gesammelt, die für seine überlegene Titelverteidigung gereicht haben. Natürlich werde ich beim Finale versuchen, meine Möglichkeiten auch noch in die Österreicher Wertung zu meinen Gunsten einzubringen.“


Titelanwärter Max Wimmer

Christoph Zellhofer:“ Ich hoffe mein Auto wird rechtzeitig fertig für Brünn. Die Beschädigungen nach dem harten Crash mit Philipp Dietrich auf dem Slovakiaring waren doch sehr umfangreich, ich kann nur hoffen das alle Ersatzteile rechtzeitig eintreffen werden. Rein körperlich habe ich erst am nächsten Tag einiges verspürt, aber das Hans System hat sich bei dem Unfall sehr positiv bewährt. Natürlich werde ich versuchen, meine durchaus bestehenden Chancen auf den heimischen Titel erfolgreich auszunützen.“

Max Wimmer:“ In Brünn werde ich wahrscheinlich wieder für unser Team allein am Start sein, da wir an diesem Wochenende gleichzeitig einen TCR Termin haben. Ich freue mich schon auf Brünn. Die Strecke war für mich jedes Jahr ein gutes Pflaster. Ein Gesamtpodium oder sogar ein Gesamtsieg im letzten Rennen wäre für mich ein schöner Abschluss der Saison. Falls mir das gelingt, sollte es auch für die Österreicher Wertung reichen.“

Gottfried Cepin:“ Ich bin heuer im SUZUKI Cup schon auf dem Red Bull und Salzburgring unterwegs gewesen. Aber meine absolute Lieblingsstrecke ist im Brno das Automotodrom, wo ich schon in anderen Rundstreckenserien sehr schöne Erfolge feiern konnte. Daher freue ich mich schon auf diesen Start und hoffe noch einige Punkte für den Cup einfahren zu können.“

Philipp Dietrich:“ Mir geht es gesundheitlich nach dem verpatzten Slovakiaring Wochenende gut. Im Motorsport muss man leider mit unvermeidbaren Unfällen rechnen. Für Brünn ist es mein Ziel den SUZUKI Swift für die nächste Saison etwas zu schonen. Durch meine drei Ausfälle sind meine Chancen für die Gesamtwertung geschrumpft. Ich werde zum Saisonabschluss noch mein Bestes geben und hoffe auf zwei faire Rennen.“

Günther Edenstöckl:“ In letzter Minute habe ich mich noch entschieden die letzten beiden Saisonrennen in Brno zu fahren. Es ist eine Strecke, auf der ich mich sehr wohl fühle und wo das Fahren richtigen Spaß macht. Außerdem möchte ich meinen Teamkollegen bei Wimmer Werk Motorsport, Max Wimmer wenn es geht, etwas unterstützen, der hat ja noch gute Chancen hoffentlich die Österreicher-Wertung zu gewinnen.“


Christoph Zellhofer vor Vater Max u. Fabian Ohrfandl

Zeitplan des SUZUKI Cup EUROPE für die beiden Rennen im Automotodrom Brno:

Freitag, 03. September:
09,35 – 10,00 Uhr freies Training
12,30 – 13,00 Uhr Qualifying

Samstag, 04. September:
11,50 – 12,35 Uhr 1. Rennen über 30 Minuten plus 1 Runde

Sonntag, 05. September:
10,35 – 11,20 Uhr 2. Rennen über 30 Minuten plus 1 Runde

Cupstand:

Aktueller Zwischenstand (.pdf)

Sportpressedienst
Armin Holenia
Wolfgang Nowak

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